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Sonderschau 2019 Straßkirchen

Bericht der Stellerkröpfer zur Sonderschau anlässlich der Niederbayerischen Bezirksschau 2019 in Straßkirchen

Zur Sonderschau anlässlich der Niederbayerischen Bezirksschau 2019 in der Gäubodenhalle in Straßkirchen wurden in der Aktivenabteilung 265 und in der Jugendgruppe 26 Tauben gemeldet.
 

Gemeinsam mit Obmann Bernd Hartmann bewerteten Willibald Roauer, Klaus Ziener und Erwin Sedelmeier die vorgestellten Exemplare.
 

SR Willibald Roauer hatte die Bewertung der weißen Steller mit und ohne Schnippe übernommen.

 

Weiß: Sehr typhafte Tiere, wobei die Birnenform noch besser ausgeprägt sein könnte. Beachtlich in der intensiven Augenrandfarbe. Das Kropfgefieder sollte etwas geschlossener sein. Einige Tiere mit flachen Oberköpfen kamen auf die untere Bewertungsstufe. V 97 LVP errang Lehner Alois mit einer jungen Täubin. 2 x hv für Paul Hoheneder und 1 x hv für Lehner Alois.

 

Weiß mit gelber Schnippe: Beide Tauben sehr guter Durchschnitt, wobei Blaswerk noch taillierter sein dürfte.

 

Weiß mit roter Schnippe: In Form, Stand, Haltung und Blaswerk sehr überzeugend. Hv 96 gabs für Richard Moser.

 

Die Schwarzen wurden von SR Klaus Ziener begutachtet.
 

Bei den 23 jungen schwarzen Täubern ist auf abfallende Haltung, Birnenblaswerk und Kopfrundung zu achten. Farbe, Lack, Augenfarbe und Augenrand waren überwiegend in Ordnung. Spitzentiere mit V 97 und HV 96 Punkte zeigte Pinzl A. 4 schwarze Alttäuber waren im sg Bereich. Bei den 13 jungen Täubinnen waren Blaswerk birnenförmiger, Kopf gerundeter sowie Haltung abfallender die Hauptkritik Punkte. Das Spitzentier stellte Peter M. mit HV 96 Punkte. Beide Alttäubinnen waren sehr gut. Die 15 jungen Täuber schwarz mit Schnippe wurden abgestuft wegen Blaswerk birnenförmiger, Haltung typhafter und Kopf gerundeter. Herausragende Tiere zeigten: Vogl H. und Graßl F.X. mit V 97 Punkte. 4 Alttäubinnen in schwarz mit Schnippe waren im sg Bereich angesiedelt. 20 junge Täubinnen in schwarz mit weißer Schnippe waren sehr ausgeglichen. Haltung abfallender und Kopfrundung waren hier zu beanstanden. Graßl F.X. war hier mit V 97 Punkte sowie HV 96 Punkte der Sieger. Eine alte Täubin schwarz mit weißer Schnippe zeigte sich leider am Bewertungstag nicht. 6 junge Täuber,2 alte Täuber, eine junge Täubin und 2 alte Täubinnen in blau mit schwarzen Binden von Sichart X., Högerl C. und Weinberger W. waren im sg Bereich. Hier waren die Kritikpunkte: Blaswerk voller, Haltung abfallender, Stand höher und Augenrand geröteter.

 

Nun folgte wieder SR W. Roauer mit der Bewertung der nächsten Gruppe.

 

Blaugehämmert, Blaugehämmert mit weißer Schnippe: Die Oberkropffülle wurde einige Male angesprochen. An die Gleichmäßigkeit der Hämmerung wurden keine übertriebenen

 

Anforderungen gestellt, aber hier gibt es naturgemäß immer noch Verbesserungspotential (offene Hämmerung und die verdichtete Hämmerung). 2 x hv 96 für Christian Högerl und 1x hv 96 LVP für Helmut Weber.

 

Rot, Rot mit weißer Schnippe: Sie zeigten schöne Figuren, Stand und Blaswerk. Ebenso Glanzreichtum. Die Schnippenform bzw. die Schnippengröße wurde beanstandet. Auf eine junge Täubin von Vogl Johann gabs hv 96 E.

 

Gelb mit weißer Schnippe: Das Stellerband errang Johann Vogl mit hv 96 auf eine junge Täubin, die nur einen Hauch von der Vorstellung zur Höchstnote entfernt war.

 

Schwarzgescheckt: Die Schwarzgescheckten konnten in Zeichnung und Farbe voll überzeugen. Lediglich in der Blaswerkform könnten sie noch typhafter sein. V Gäubodenband für Helmut Weber.

 

Auf die Geganselten möchten wir etwas ausführlicher eingehen. Unser Kropftaubenexperte Erwin Sedelmeier bewertete diese qualitätsmäßig sehr hohe Gruppe.

 

Vorweg, die Erwartungen des amtierenden Richters an die Rasse wurden mehr als erfüllt. In den vier vorgestellten Farbvarianten gab es kaum nennenswerte Ausfälle. Im Gegenteil, dass die Qualität überragend war beweisen siebenmal „vorzüglich“ und neunmal hervorragend auf 76 gezeigte Geganselte. Eine beachtliche züchterische Leistung!

 

Am Anfang der Geganselten war die Kollektion der 4,8 Schwarzgansel. Sie war eine großartige Mannschaft, die nur ein Tier unter 93 Pkte hatte. Prima Birnenblaswerk, aufrechte Haltung, Randfeuer, Lackfarbe und Zeichnung war mehrheitlich vorhanden. Das eine oder andere Vertreter sollte im Laufaustritt fließender und im Schenkelgefieder straffer sein. Etwas mehr Grünlack wurde ab und an als Wunsch vermerkt. Bei den Täubinnen ist auf Halslänge und Blaswerkfülle sowie auf Randfeuer zu achten.

 

Bei den 22,16 Blaugeganselten waren die Altvögel im Schnitt besser als die junge Garde. Gerade bei den Jungtieren (auch 0,1) konnte festgestellt werden, dass hier einige schon relativ kräftige Typen vorgestellt wurden. Laut Standard ist der Stellerkröpfer ein knapp mittelgroßer Kröpfer! Plumpe, wuchtige Figuren passen einfach nicht zu diesem lebhaften Kröpfer. Eine weitere Folge dieses „Gigantismus“ sind 11 Handschwingen, die keinesfalls toleriert werden dürfen. Hier sollten sich die Züchter nicht selbst betrügen und kurz vor der Schau eine Handschwinge ziehen und schon gar nicht die äußerste, die ist nämlich Regelfall immer etwas kürzer als die vorletzte Schwinge. Die Mehrzahl der gezeigten Blaugeganselten waren aber rassige Stellerkröpfer mit typischer Haltung, klasse Birnenblaswerk und lebhaftem Augenrand sowie typischem Grünglanz. Ab und an wurde eine aufsitzende Schnippe moniert oder eine kürzere Hinterpartie, die keinesfalls angezogen sein sollte. Wünsche gab es auch hinsichtlich festem Schenkelgefieder. Negativ aufgefallen sind aber zwei Dinge nämlich ungewaschene Läufe, die z.T. auch noch leicht befiedert waren. Wer seine Tauben auf einer Sonderschau vorstellt, der sollte sie doch in einem Top-Zustand in die Konkurrenz stellen. Ein weiteres Negativ-um war bei einigen Täubinnen ein stark gerupftes Aftergefieder. Natürlich sollten grundsätzlich keine weißen Federchen das Aftergefieder zieren und man kann und darf diese auch wegputzen. Doch wenn dabei nackte Tatsachen entstehen ist wurde entschieden zu viel entfernt und kann nicht akzeptiert werden.

 

Sehr unterschiedliche Typen gab es bei den 9,9 Rotgeganselten. Hier wechselten sehr rassige Typen mit „Taubenmarktware“. Die einen zeigten wunderbare Blaswerkform, aufrechte Haltung, typische Standhöhe und Randfarbe. Dazu prima Zeichnung und akzeptablem Grünglanz. Die anderen standen waagerecht mit kurzem Hals und knappen Blaswerk im Käfig. Womit natürlich kein „Blumentopf“ zu gewinnen war. Aufgefallen ist, dass bei den besten Figuren die Ortfederfarbe nicht immer satt genug war.

 

Von den 16 gemeldeten Gelbgeganselten blieb die Hälfte im Heimatschlag. Der verbliebene Rest war aber durchaus ansehnlich. Sie zeigten für diese Zeichnungsvariante beachtliche Figur und Blaswerkform. Auch die Haltung, Zeichnung und Randfarbe stimmte zumeist. Sie müssten aber in der Feder fester und insbesondere die Täubinnen im Hals länger werden. Ein junger Vogel war auch hier schon deutlich an der Grenze der erlaubten Größe. Hängende Schwanzfedern werden bei keiner Variante toleriert.

 

Die mit 97 Punkten ausgezeichneten Tiere bei den Geganselten zeigten Richard Muhr (mehrfach) und Alois Lehner.

 

In der Jugendgruppe, deren Tauben von SR Bernd Hartmann bewertet wurden, zeigten Fabian Högerl (0,1 jung schwarz mit weißer Schnippe) und Lea Weinberger (1,0 alt rotgeganselt) die beiden Spitzentiere. Auch die Tauben aus dem Bestand von Wilhelm Weinberger jun. zeigten sich in hoher Güte (hv auf 0,1 alt blaugeganselt). Die Wünsche glichen im Wesentlichen den Forderungen bei den Aktiven.

 

Der SV gratuliert allen erfolgreichen Ausstellern und dankt dem ausrichtenden Rassegeflügelzucht- und -erhaltungsverein Gäuboden und Umgebung mit Sitz in Straßkirchen für die Übernahme und vorzügliche Ausrichtung der Ausstellung. Sie war eine hervorragende Werbung für das schöne Hobby Rassetaubenzucht.

 

Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen mit der Gäubodenhalle in Straßkirchen zur HSS 2020.

 

Bernd Hartmann

1. Zuchtwart des SV

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Do, 31. Januar 2019

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